Menschen:
Was Menschen sind, dürfte klar sein. Sie stellen den größten Teil der Bevölkerung und sind in allen Berufen, Ständen und Gegenden vertreten. Ihre Lebenserwartung liegt bei etwa 40 Jahren, in den höheren Ständen mehr, in den ärmeren Vierteln weniger.
Nur wenige von ihnen wissen von den Wesenheiten und wie man sich gegen sie verteidigen kann, und nicht viele haben Zugang zu Waffen, die auch Tiamats Kindern gefährlich werden können. Und nur mit Waffen ist es möglich, den physisch meist überlegenen Wesnheiten beizukommen, sollten die bewährten Tricks mit Kruzifix und Weihwasser mal nicht helfen.
Vampire:
Die Adeligen unter den Wesenheiten, so könnte man sie nennen. Sie sind tot und doch leben sie, und das für ewig, wenn man ihnen nicht einen Pfahl durch die Brust jagt, Sonnenlicht aussetzt, verbrennt oder ausbluten lässt. Sie haben keinen Puls, atmen nicht und von Menschennahrung wird ihnen schlecht. Ihr Lebenselixier: Blut. Meist das von Menschen, einige Liebhaber bevorzugen aber auch das von anderen Rassen.
Aufgrund ihrer enormen Lebenserwartung haben es sehr viele Vampire in den Adel oder zumindest Wohlstand geschafft, trotz ihrer Unfähigkeit unter der Sonne zu wandeln. Von Menschen unterscheidet sie neben Fangzähnen, Blässe und einem Hang zu Extravaganz vor allem mindestens eine "Gabe", die psychischer oder physischer Natur ist; enorme Sprungkraft und teleportähnliche Schnelligkeit, die Kraft eine Steinwand einzuschlagen oder aber die Fähigkeit des Gedankenlesens, Hypnose, begrenzte Kontrolle von anderen oder ähnliches.
Je älter ein Vampir wird, desto mehr dieser Fähigkeiten kann er sich theoretisch aneignen, allerdings wird meist ein Schwerpunkt gelegt, entweder auf Mentales oder Körperliches. Sinne und Kraft sind im Vergleich zu Menschen aber schon von vorneherein besser.
Entgegen der Gerüchte ist es ihnen nicht möglich, sich in Nebel oder Fledermäuse zu verwandeln.
Vampire können sich nicht fortpflanzen, sie entstehen wenn ein von Vampiren gebissener Mensch das Blut eines solchen trinkt, andernfalls stirbt der Mensch ohne je wieder aufzustehen.
Werwölfe:
Die meisten dieser sehr geselligen Geschöpfe sind mehr Mensch als Tier, auch wenn sie hauptsächlich menschliche Gestalt haben. Ihre Ohren und Nasen sind besser als bei jeder anderen Rasse, sie sind stark und schnell und vor allem viele. Meist leben sie in Clans außerhalb der Städte oder in großen Häusern, wo jede Menge Platz ist. Sie leben etwas länger als gewöhnliche Menschen, wenn keine Silberkugel oder Weihwasser dazwischenkommt etwa 70 bis 80 Jahre. Sie sind allerdings nicht unsterblich, und wenn man nur oft genug schwere Verletzungen zufügt sind sie ebenso sterblich wie Menschen.
Sie sind in allen Ständen vertreten, aber eher selten im Adel; die freiheitsliebenden Wesen kommen nicht sehr gut mit den strengen Regeln der Etikette zurecht und verdienen sich ihr Geld eher mit körperlicher Arbeit als Handwerker oder Dockarbeiter.
Über die Jahrhunderte haben sie sich die Fähigkeit angeeignet, sich zu verwandeln wann immer der Mond am Firmament steht, außer an Neumond. Die Verwandlung kann willkürlich erfolgen, ist aber sehr schmerzhaft und dauert bis zu drei Minuten, in dieser Zeit sind sie verletzlich. Vollmond müssen sie die ganze Nacht über in Wolfsgestalt bleiben, ob sie wollen oder nicht, egal ob es bewölkt ist oder nicht. Erst im Morgengrauen werden sie wieder zu "Menschen".
Die Wolfsformen unterscheiden sich nach Stärke und Blut, je mächtiger ein Werwolf desto größer und tierischer ist seine Wolfsgestalt, wohingegen Werwölfe, in deren Blutlinie einmal Menschenblut eingekreuzt wurde, eher noch menschliche Züge haben - ihre Verwandlung geht also nicht so weit.
Werwölfe können Nachkommen haben und ihr ungeschriebenes Gesetz verbietet es, Menschen durch einen Biss zu verwandlen, was ohnehin nur den Mächtigsten unter ihnen möglich wäre. Die meisten Welpen werden in ihren Clans geboren und aufgezogen, durch Bisse verwandelte finden nur selten Anschluss an ein Rudel.
Gestaltwandler:
Gestaltwandler sind, wie der Name schon sagt, in der Lage ihre Form zu verändern und dies zu jeder Zeit. Anders als bei Werwölfen dauert es keine paar Sekunden, ihre Form zu verändern und es tut auch nicht weh. Ihre Tierformen sind im Gegenzug aber nicht kräftiger als natürlich, sondern eins zu eins so wie die rein tierischen Verwandten. Dies ermöglciht übermäßig scharfe Sinne (z.B. bei Katzen) oder größere Kraft (z.B. bei Bären), die in Menschengestalt aber nicht mehr so gut sind. Nur besondere Merkmale wie scharfe Zähne oder eigenartige Augenfarben unterscheiden sie dann noch von wirklichen Menschen.
Gestaltwandler werden nicht älter als normale Menschen und können wie diese getötet werden, dafür haben Reliquien wie Weihwasser und Silber keine verheerenden Auswirkungen auf sie.
Theoretisch sind Gestaltwandler in der Lage, Nachkommen zu haben, mit Menschen ist das auch tatsächlich kein Problem, allerdings ist es höchst selten, dass ihre Gene mit denen von Gestaltwandlern, die eine andere 2. Gestalt haben (Bsp.: Vogel und Säuger als Tierformen) kompatibel sind.
Es gibt eine Unterart der Gestaltwandler, sogenannte Transformer, die die Form von allem und jedem annehmen können, den sie einmal berührt haben. Den Vorteil normaler Gestaltwandler, sich in binnen kürzester Zeit zu verwandeln können sie jedoch nur bedingt für sich nutzen. Stärkere veränderungen der eigen Körpermasse nehmen je nach Schweregrad ein gewisse Zeit in anspruch und sorgen für einen Zustand der Schutzlosigkeit gegenüber äußeren Einflüssen in dieser Zeit. Auch nach der Verwandlung dauert es noch eine gewisse Weile bis der Ausübende gelernt hat seinen neuen Körper zu steuern.
Transformer treten nur sehr, sehr selten auf und sollten sie sich offenbaren, so werden sie meist sofort getötet, da sie für jeden eine Gefahr darstellen könnten; niemand lässt sich gern kopieren und die meisten Transformer gelten als hinterlistige Verräter.
Ein weiterer Unterschied zu ihren direkten Verwandten besteht darin, das sie anders als bei den Gestaltwandlern keine Merkmale, wie zum Beispiel übermäßig scharfe Zähne, von ihren Verwandlungsobjekten übernehmen. Das Gegenteil ist der Fall. Besondere körperliche Eigenschaften wie Narben, Pigmentstörungen oder Behinderungen bleiben auch nach der Verwandlung erhalten. Und ganz gleich in wen oder was sie sich auch verwandeln, ist es ihnen nicht möglich auf das Wissen oder Erinnerungen dieser Gestalt zuzugreifen.
(Achtung! Im Forum sind nicht mehr als zwei aktive Transformer erlaubt!)
Elementarmagier:
Ihnen wurde die Macht über die Elemente gegeben: Feuer, Wasser, Eis, Erde, Luft, Licht, Schatten, Blitz, das sind die verbreitetsten Formen, seltener treten Abarten wie Heilmagie oder Mischformen auf. Ein Magier wird als solcher geboren und muss magiebegabte Vorfahren gehabt haben, die Gabe kann aber Generationen überspringen und sie deshalb menschliche Eltern haben lassen.
Körperlich Menschen sind sie in der Lage, eines der oben genannten Elemente zu kontrollieren. So sind Feuermagier gegen Flammen und Hitze resistent und vermögen es, Feuer nach ihrem Willen zu bewegen, also beispielsweise einen Feuerball auf Gegner zu werfen, Wassermagier können praktisch jede Flüssigkeit kontrollieren oder unmenschlich lange unter Wasser bleiben ohne zu ertrinken.
Nur überaus begabten Magiern ist es vergönnt, auch selbst Flammen, Wasser, Licht oder Erde zu produzieren, und selbst wenn erfordert es enorme Energie. Die meisten behelfen sich dann, indem sie immer etwas passendes zur Verteidigung dabeihaben:Feuerzeug, Wasserflasche usw.
Magier leben ebenso lange wie Menschen und können wie diese getötet werden, denn die einstige Unsterblichkeit ihrer Vorfahren ist dieser Rasse über die Jahre verloren gegangen.
Nereiden/Tritonen:
Nereiden sind seltene, in den Gewässern vorkommende Geschöpfe. In den alten Mythen werden sie als Nixen, Sirenen oder eben Nereiden bezeichnet, die Seefahrer in den Tod locken oder vor Unheil bewahren.
Viel ist über diese Rasse nicht bekannt, da sie fast nie aus den Tiefen der Meere und Seen aufsteigen und zudem recht schweigsam sind, obwohl sie viele Sprachen zu beherrschen scheinen. Ihr Körper ist menschenähnlich, die Haut grau bis grünlich und mit winzigen Schuppen bedeckt, Hände und Füße sind mit Schwimmhäuten versehen und sie besitzen neben verkümmerten Lungen auch Kiemen.
Normalerweise bleibt diese Rasse für sich, ungestört am Meeresgrund, doch es kursieren Gerüchte dass einige sich in der Themse gezeigt haben sollen - behaupten zumindest einige angetrunkene Seeleute. Es ist Nereiden möglich, sich für begrenzte Zeit an Land aufzuhalten, doch wegen ihrer verkümmerten Lunge und der Austrocknungsgefahr dürfen sie sich nie allzu weit vom offenen Gewässer entfernen.
Wie lange Nereiden leben und wie sie getötet werden können ist unbekannt, allerdings hat dieses friedliche Volk sich bisher ja auch aus allen Streitigkeiten herausgehalten. Doch es scheint als wollten sie nicht tatenlos zusehen, wie sich die Herrschaftsfrage unter ihren Geschwisterrassen entscheidet...